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In den Städten und in an Handels- oder Poststrecken gelegenen Orten entstanden seit dem späten Mittelalter Gastwirtschaften zur Beherbergung von Mensch und Tier. Da Dössel abseits dieser Straßen lag, ist die Existenz von Wirtschaften zu jener Zeit hier wenig wahrscheinlich. Aber schon für die frühe Neuzeit, für das Jahr 1738, läßt sich mit Sicherheit ein „Krug" in Dössel nachweisen.
Die Chronik berichtet 1842, daß David Schönfeld
beabsichtigte, im Gebäude der ersten Dösseler Schule unterhalb
der Kirche eine Schänke einzurichten. 1880 beantragte ein gewisser
Koch die Errichtung einer Schänke im Paradies (gegenüber dem
heutigen Spielplatz).

Familie Schönfeld betrieb noch bis in das 20. Jahrhundert
hinein eine Gastwirtschaft, später wurde in demselben Gebäude
zusätzlich ein „Kolonialwarenladen" eingerichtet. Die Gastwirtschaft
„Zur Post" und der Laden wurden unter anderem von den Familien Wiemers,
später Sprenger (Posthalter), Gretenkord, Henneke und Röder betrieben.
Der heutige Besitzer ist Josef Koch.

Ein weiterer Lebensmittel- und Gemischtwarenladen wurde bis 1962 unterhalb der Kirche von Familie Bellermann geführt. Der Schwiegersohn Wilhelm Leßmann führte diesen an neuer Stelle bis zur Aufgabe 1976 weiter.
Seit 1906 befand sich in Dössel eine Posthilfsstelle
unter August Sprenger. Von 1944 bis 1950 übernahm dessen Tochter Elisabeth
die Poststelle. Ab 1950 war Franz Emmerich Posthalter, der 1962 von Wilhelm
Leßmann abgelöst wurde. Ab 1975 übernahm seine Frau Wilma
die Postelle. 1995 wurde die Poststelle Dössel endgültig aufgelöst.
Heute befindet sich der einzige Briefkasten kurioserweise wieder an dem
Gebäude, an dem Dössels Postgeschichte seinen Anfang nahm, am
Gasthof "Zur Post".

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