Zur Bedeutung der Landwirtschaft schrieb 1817 Ortsvorsteher
Christoph Böhlen: "Außer einigen Handwerkern als Schmiede, Schneider,
Schuhmacher und Mauerern besteht alles in Ackerleuten und Tagelöhnern...".
Fast alle Dorfbewohner, auch Lehrer und Pfarrer, lebten in irgendeiner
Weise von der Landwirtschaft.

Die Ländereien waren 1818 zu drei Vierteln in Privat- und zu einem Viertel in Gemeindebesitz. Der Gemeindebesitz teilte sich auf in Bruch, Koppelweide sowie "Driesch". Sommerfrucht, Winterfrucht und Brache wechselten jährlich.
Die Gemeindewiesen nutzten alle gemeinsam als Viehweide. Einen Teil ihrer Einnahmen erzielte die Gemeinde durch gemeinsame unentgeltliche Bewirtschaftung ihrer Ländereien und Verkauf der Erträge. Für diesen Zweck wurde 1778 von Eissen eine Gemeindescheune gekauft.
Immer wieder kam es durch Viehseuchen wie Bräune, Fäule und Drüsenkrankheit und durch Mißernten (schlechtes Wetter, Mäusefraß, Kartoffelkrankheit) zu großer Armut. 1856 zerstörte das bislang schwerste Hagelunwetter innerhalb von fünf Minuten die gesamte Ernte. Pfarrer Lünz berichtet: "... so schrecklich, daß man nicht mehr am anderen Morgen [erkennen konnte], was auf den Feldern gestanden hatte."
Durch Separation (eine Frühform der Flurbereinigung),
den Einsatz von Kunstdünger und den Bau der Zuckerfabrik Warburg vermehrte
sich der Wohlstand unter den Bauern merklich. In den folgenden Jahren machte
man sich durch den Bau der ersten Feldscheunen in der Flur beim Verarbeiten
der Feldfrüchte wetterunabhängig.



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