Aus der Geschichte
von Pfarrei und Kirche
 
Eine der ältesten Aufnahmen der Dösseler Kirche.
 
 
Die Pfarrei Dössel ging wohl im späten Mittelalter unter: Der Ort wurde von den Warburger Dominikanern betreut. Im späten 16. Jahrhundert war Dössel Filiale der Pfarrei Daseburg. Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg sorgte 1671 für eine wirtschaftliche Neuausstattung der Pfarrstelle. Das Kirchenpatronat erhielt die Familie von Geismar.
 
 
 
 
Statuetten aus der Zeit um 1720, 
links der Hl. Petrus, rechts der Hl. Paulus. 
Eichenholz, 58 cm hoch. 
Aufnahme (aus den dreißiger Jahren):  
Westfälisches Amt für  
Denkmalpflege, Münster. 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
 

Um 1450 wird für Dössel bereits eine der Hl. Katharina geweihte Kirche erwähnt. Anfang und Ende dieser Kirche liegen jedoch im Dunkeln. Nach Ausgrabungen 1976 befand sie sich bereits am heutigen Standort.

Die zweite Kirche wurde etwa um 1580 erbaut. Diese Kirche hat im Vergleich zur ersten tiefer sowie weiter östlich gestanden.
 
 
 
Sonnenmonstranz, 
Silber, vergoldet, von 1674, 55 cm hoch. 
Die Monstranz war ein Geschenk des 
Domkantors von Wittinghoff genannt Schell
 
 
 
 
 
 
 
 

Weil die zweite Kirche Mitte des 19. Jahrhunderts starke bauliche Mängel aufwies, plante Pfarrer Lünz einen Neubau. Die stark verschuldete Gemeinde leistete erbitterten Widerstand. Besonders der damalige Ortsvorsteher versuchte den Kirchenbau zu verhindern. Doch Pfarrer Lünz scheute sich nicht, selbst die Mittel durch eine Hauskollekte in Westfalen aufzubringen. Wie notwendig der Neubau der Kirche war, zeigte sich beim Abbruch der alten: Das Holz war so faul und morsch, daß ein Einsturz nicht mehr lange hätte auf sich warten lassen.

Mit dem Bau wurde der Diözesanbaumeister Güldenpfennig beauftragt. Sein Turmentwurf wurde zwar von der Regierung in Minden als zu mächtig empfunden, doch die Dösseler setzten sich durch. Man wollte nicht so ein "Türmchen wie in Lütgeneder". Die Verwendung selbstgefertigter Feldbrandsteine und Eigenleistungen der Gemeinde reduzierten die Kosten.
 
 
 

Nicht ausgeführter  
Entwurf der Westansicht  
vom 6.5.1858.  
Original: StA Warburg.  
Die Weihe der  
neuen Kirche fand  
im September 1864 statt. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Der Warburger Bildhauer Christian Sauerland (1874 - 1940)
schuf später die Kanzel, den Tabernakel, die Kopfstücke für die Kirchenbänke und den Grabstein für Pfarrer Dreyer.
 
 

Ansicht des geschmückten Mittelschiffs
mit Chor aus dem Jahr 1904.
 
Prozession am Daseburger Kreuz in den dreißiger Jahren.
 
 
 
 
 

 
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