Dörfliches
Handwerk
Mitarbeiter der Schreinerei Kassmann
Bis zum 19. Jahrhundert waren viele Handwerksberufe am Ort
vertreten. Das Dorfhandwerk deckte die Grundbedürfnisse und lieferte
den für die Landwirtschaft notwendigen Bedarf.
Für die Herstellung von Werkzeugen und das Beschlagen
der Pferde war der Schmied zuständig, der gelegentlich als "Zahnarzt"
herhalten mußte. Stellmacher lieferten Wagen für die Landwirtschaft
oder zum Transport von Waren. Für die übrigen Holzarbeiten war
der Zimmermann zuständig. Der Zimmerplatz, der sich bei der heutigen
Tankstelle Söthe befand, gehörte lange Zeit zum Ortsbild.
Schmiedemeister Hahne bei
der Arbeit
Landmaschinentechnik Karl Straker
Manche Hausnamen, die bei Besitzerwechsel eines Hauses blieben,
geben Auskunft über die Handwerksberufe der Besitzer. So bezeichnete
der Hausname "Wagener" eine Stellmacherei, der Name "Bettchenschmitt" soll
von einer Schmiede herrühren.
Firmenstempel der Stellmacherei Johann Rose
Brot ließ man von Lohnbäckern im Nebenerwerb backen
oder nutzte die Gemeindebackhäuser, die sich in der Daseburger Straße
und bei der Kirche befanden. An weiteren Berufen waren vertreten: Sattler,
Schuster, Schreiner, Schneider, Maler und Maurer.
Schneiderei Jakobi
Heute hat sich das Handwerk in Dössel spezialisiert
und ist nur noch durch die Schreinerei Lotze sowie den Metallbaubetrieb
Butterwegge vertreten.