Gut Riepen und die Adelsfamilie von Geismar waren eng mit der Dösseler Geschichte verbunden.
Bereits um 1200 war die Familie von Geismar im Gefolge
adeliger Burgmannen in Warburg ansässig und gehörte zu den führenden
Familien in der Stadt. 1314 führte Bürgermeister Johann von Geismar
Warburger Bürger in die siegreiche Schlacht am Desenberg. Seit
1410 besaßen die von Geismar den "Dalpenhof" bei Lütgeneder
als Paderborner Lehen. Dazu gehörte seit 1533 ein Grundstück,
genannt der "Ripe".


1680 wurde Caspar Ferdinand geboren, er regierte von 1728
bis 1757 als Benedikt, Fürstabt zu Werden und Helmstedt. Unter ihm
wurde 1754 der schloßartige Mittelteil der Abtei Werden erbaut, in
dem heute die Essener Folkwangschule untergebracht ist.

Ein weiteres berühmtes Mitglied der Riepener Linie
war der russische General Friedrich Caspar von Geismar. Er war 15jährig
als Kadett in das österreichische Deutschmeister-Infanterieregiment
eingetreten. Nach der Niederlage Österreichs gegen Napoleon trat er
1805 in die russische Armee ein. Seit 1812 kämpfte er gegen französische
Truppen. 1813 rettete er die Stadt Weimar vor der Zerstörung durch
Napoleon.
![]() Bei der Verfolgung Napoleons soll er nach einem zeitgenössischen Heeresbericht als erster russischer Soldat bei St. Quentin französischen Boden betreten haben. Im Alter von fünfundsechzig Jahren starb Fjodor Klementjewitsch - wie er im Zarenreich genannt wurde - in St. Petersburg. Vom Zaren waren ihm höchste Orden verliehen worden. |
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