Das 19. Jahrhundert brachte eine große Auswanderungswelle in die USA. Die meisten Auswanderer verließen die Heimat aus Not oder Abenteuerlust auf legalem Wege. Andere flohen vor dem harten preußischen Militärdienst.
Aus Dössel sind 33 Familien oder Einzelpersonen bekannt, die zwischen 1832 und 1886 auswanderten. Unter ihnen finden sich auch sieben jüdische Namen.
Nach der Gründung des Kaiserreichs 1871 stärkte Bismarck den Einfluß in den eroberten, ehemals polnischen Gebieten durch Einwanderung deutscher Siedler. Ab 1896 zog es vier Familien aus Dössel nach Posen, bis diese Region nach dem Ersten Weltkrieg wieder an den neu gegründeten polnischen Staat fiel.
Nun wurden in Schlesien Hofstellen für Umsiedler aus Posen oder Neusiedler aus Westdeutschland geschaffen. Ab 1926 gingen vier Dösseler Familien nach Oberschlesien. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sie aus der neuen Heimat vertrieben.
Mehr Glück hatten einige Dösseler bei der Umsiedlung nach Niederbayern: Zwischen 1913 und 1933 erwarben 11 Familien Höfe im fruchtbaren Gäuboden bei Straubing/Donau. Als Beispiel sei die Familie des Landwirts Johannes Blömeke angeführt, die Dössel 1933 verließ und im bayerischen Ringkofen ein Anwesen kaufte.
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